Das System TDS 821R/WIM-P stellt eine Weiterentwicklung der statistischen WIM-Applikationen (
WIM-S) dar. Beim Überfahren der Sensorik werden die Rad-, Achs- und Gesamtgewichte von Fahrzeugen ermittelt und bei Überschreitung voreinstellbarer Grenzen ein Datensatz inkl. Videobild mit eingeblendeten Gewichten, Uhrzeit und Datum an einen Kontrollplatz gesendet, der mit Personal von der Polizei und/oder dem BAG (Bundesamt für Güterverkehr) besetzt ist.
Die Gewichte der von dem WIM-P System erfassten Fahrzeuge werden auf dem Kontrollplatz mittels geeichter Waagen überprüft und ggf. werden entsprechende Massnahmen gegen den Fahrer und/oder Spediteur eingeleitet.
Es hat sich gezeigt, dass der psychologische und verkehrserzieherische Aspekt von WIM-P trotz des hohen Personal- und Zeitaufwandes nicht besonders groß ist, da sich derartige Kontrollen mittels moderner Kommunikationsmittel schnell herumsprechen und demzufolge die Erfolgsquote drücken.
Optional erhältliche Hard- und Softwareerweiterungen:
Da dieses Verfahren einen Eingriff in den Verkehrsablauf darstellt und sehr zeit- und personalaufwendig ist, wird zunehmend an Verfahren zur automatischen Überladungskontrolle (
WIM-E) für den schweren Güterverkehr gearbeitet.
Für die Gewichtserfassung kommen LINEAS Quarz-Sensoren der Kistler Instrumente AG zum Einsatz, die in Längen von 150 cm, 175 cm und 200 cm lieferbar sind. Damit lassen sich Sensorreihen in beliebiger Breite zusammenstellen. Der Eingriff in die Fahrbahn ist minimal, da die Einbautiefe nur 55 mm und die Breite der Fuge nur 72 mm beträgt.
Die hochohmigen Signale der LINEAS Quarz-Sensoren werden von einem mehrkanaligen Ladungsverstärker in niederohmige Ausgangssignale umgewandelt und anschließend von einem A/D-Wandler digitalisiert.
Aus den Daten werden Rad-, Achs- und Achsgruppenlasten (Doppel- und Dreifachachsen) sowie die Gesamtgewichte von Fahrzeugen berechnet. Der Zeitstempel für die Daten hat eine Auflösung von 10 ms. Die Klassierung nach Achssilhouetten und Gesamtgewichten erfolgt gemäß TLS 2002, FG2, bzw. der europäischen Richtlinien COST 323 (European WIM Specification produced by the COST 323 Management Committee). Die Überwachung und Steuerung externer Einrichtungen erfolgt mit der Funktionsgruppe FG6.
Für die automatische Abfrage von Daten eines umfangreichen Netzes von Verkehrs- und Achslasterfassungssystemen steht Software für eine Zentrale zur Verfügung.


(Technische Änderungen vorbehalten)
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